Vorwerkstift News 20.2.2010

Hamburg 20.02.10

Von Winterschlaf ist im Vorwerkstift trotz eisiger Temperaturen im Atelier nichts zu spüren --  die Verhandlungen über das Konzept des Künstlerhauses liefen den ganzen Winter über weiter. Während von außen kaum etwas zu hören und sehen ist, und nur die Trolle im Dunkeln ums Haus schleichen, kann man den Stand der Dinge so beschreiben:

In wöchentlichen Treffen der Hausgemeinschaft wird ein Konzept erarbeitet/umgeschrieben, um die Idee des Ganzen zu erhalten. Ausführliche Diskussionen werden geführt, was gerade wegen der Fluktuation der aus- und einziehenden KünstlerInnen ("sonst gehen wir auch nach Berlin") wichtig ist. Die Ungeduld wächst, die Einsicht ist da: Wir können mit dieser ständig veränderten Basis nicht auf ein Ziel der Selbstverwaltung hinarbeiten. Und trotzdem muss gemeinsam in dieser Unterschiedlichkeit zu Lösungen gekommen werden, damit das Leben und Arbeiten im Haus erträglich ist. Es gehört dazu, sich damit zu befassen -- es beeinflusst jede/n BewohnerIn bis in die kleinste Ecke der Wohnung. Zur Konzeptarbeit ein paar Worte: Das Konzept soll das Leben im Haus regeln, ohne daß die BewohnerInnnen starren Doktrinen unterlegen sind. Das bedeutet zum Beispiel, dass festgelegt werden soll, wie das Auswahlverfahrenen vonstatten geht. Nicht mit 50 Leuten, von denen die Hälfte unabgesprochen eingeladene Gäste von Freiraum e.V. sind, die vom Leben und Arbeiten in einem Künstlerhaus keine Vorstellung haben.

Zum anderen soll das Konzept die Verteilung von Verwaltung und täglich praktischem Leben klar aufteilen und [soll] das Verhältnis von Vorwerk e.V. und Freiraum e.V  dahingehend regeln, dass [damit] fortan keine */k/*onzeptionellen Entscheidungen mehr gegen den Willen der BewohnerInnen durchführbar sind.

Die BewohnerInnen sind Mitglieder im Vorwerk e.V. und sind froh, einem Verein selbst als Verein entgegen treten zu können. Hinzu kam ein erneuter Vermittlungsversuch von Mitgliedern der Patriotischen Gesellschaft. Sie hatten ein offenes Ohr und Interesse daran, eine für die BewohnerInnen passende Lösung zu finden. An dieser Lösung basteln wir heute noch. Das ganze ist ein schier unmögliches erscheinendes Unterfangen, denn die Forderung von Seiten der HausbewohnerInnen, also dem Vorwerk e.V. bleibt: Absetzung des Vorstandes von Freiraum e.V. (namentlich: Haberland und Basler).

Und zwar aus folgenden Gründen:

In der Vergangenheit:
- Räumungsklagen gegen BewohnerInnen
- Gelbe Briefe mit Forderungen nach: ´Ergebnissen in der Kunst´, oder: ´ihre Kunst ist zum Scheitern verurteilt, deswegen verlängern wir Ihren Antrag nicht mehr´
- Persönliche Angriffe auf einzelne BewohnerInnen im Sinne von: Sie haben sich vor 3 Jahren nicht richtig verhalten, ihr Antrag wird nicht verlängert
- Abbruch der Verhandlungen mit der patriotischen Gesellschaft und den BewohnerInnen des Künstlerhauses an einem Tisch (letzten Frühling)
-Kein Verständnis für das Leben und Arbeiten im Vorwerkstift

Zur Zeit:
- noch immer kein Verständnis für das Leben und Arbeiten im Vorwerkstift
- Sie gehen nicht auf die BewohnerInnen zu, um offen Dinge zu klären
- Kein Interesse für Kunst und die Leute dahinter
-  Herumschleichen ums Haus des Nachts

Die Spannung bleibt, das Konzept ist in Arbeit, der Winterschlaf ist längst vorbei. Die BewohnerInnen, die die Situation von Anfang an mitbekamen ziehen nach Berlin -- und die neuen: bilden sich selbst eine Meinung. Darum laden wir Euch alle zu unserer Party ein am:
06.03.2010

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http://www.artist-residence-hamburg.de

 

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