Alte Rindermarkthalle

Unser Areal – die neue Wunschproduktion

LAUT, das Labor für urbane Transformation im Netzwerk "Recht auf Stadt", hat einen parallelen, selbstbestimmten Planungsprozess für das Areal der Alten Rindermarkthalle gestartet: eine Wunschproduktion nach dem Vorbild von Park Fiction. Statt einer Alibi-"Bürgerbeteiligung" werden im ersten Schritt derzeit 15.000 Fragebögen in Karoviertel, Schanze und St. Pauli Nord verteilt.

Nicht überall ist Kooperation drin, wo kooperativ drauf steht

Vorhang auf: Am Donnerstag unternimmt der Bezirk einen erneuten Versuch, die Ergebnisse der „Machbarkeitsstudie“ zum ehemaligen Real-Gelände einer offenbar immer weniger geneigten Öffentlichkeit vorzustellen. Ein früherer Termin Anfang Oktober war wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden, nachdem sich die Teilnahme echter Bürger_innen an der Bürgerbeteiligung abgezeichnet hatte.

Bürgerbeteiligung mit echten BürgerInnen führt zu Überforderung

Eine öffentliche Informationsveranstaltung zu den Planungen für die Alte Rindermarkthalle in St- Pauli (Ex-Real) wurde vom Bezirk kurzfristig abgesagt. Als Grund wurden Brandschutzbedenken ebenso genannt wie die Tatsache, dass mehr Besucher_innen erwartet würden als der Veranstaltungsort fassen könne. die leute:real äußern sich zu der Absage in einer Pressemitteilung wie folgt.

Wunschproduktion für St. Pauli statt "Music Hall": erste Ergebnisse

Ein wütender Bezirksamtsleiter Markus Schreiber während des Workshops

Dass es voll würde bei der ersten "öffentlichen Anhörung" zum Umbau des real-Markt-Geländes auf St. Pauli (der so genannten Alten Rindermarkthalle), dürften die Herren vom Bezirk wohl geahnt haben. Aber sie glaubten, ihr Ding durchziehen zu können. Da waren die Recht-auf-Stadt-AktivistInnen vor: Sie verwandelten die Anhörung in eine Wunschproduktion.

 
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Redaktion