Zahlreiche Anwohner, Neugierige und potentielle Investoren besuchten die Veranstaltung, die von unserem Maskottchen, dem Nestwärme verbreitenden Biber WIM, moderiert wurde. Die Entwicklung der Elbinsel wurde repräsentiert durch die dynamisch anpackenden Superhelden IBA-Man und IBA-Girl. Unabhängige Expertinnen und Experten sowie Berichte aus der lokalen Presselandschaft kommentierten den Prozess, der den Stadtraum, in dem „das Heute gewissermaßen ausgespart ist“, in „Deutschlands spannendstes Stück Stadt“ verwandelt hat.
„Dialoge werden zum Fundament im Beteiligungsprozess“ hätte das Motto lauten können, und tatsächlich konnte das geneigte Publikum den angeregten Dialogen auf der Bühne lauschen: „Jeder darf mitgestalten“, so war über das basisdemokratische Selbstverständnis der IBA zu erfahren, „jeder Ein- und Anwohner des IBA-Gebiets kann die kulturellen Ereignisse ebenso verfolgen wie das langsame Wachsen der Bauwerke“.
Bei einem Streifzug durch die Vergangenheit dieses vergessenen Teils der Elbmetropole, das von Akteuren der IBA übereinstimmend mit führenden Größen der Stadtentwicklung als ein „von Brachen und Verkehrstrassen zerfurchtes, in Zeit und Raum verloren gegangenes Gelände“ beschrieben wurde, wurden die Schwierigkeiten skizziert. „Lösungen für die Stadt des 21. Jahrhunderts“ galt es zu finden. Diese sollen ermöglichen, „Wildblumen zu säen und Schmetterlinge zu ernten“. Auch zu politischen Fragen äußerten sich die Beteiligten souverän und kenntnisreich, indem sie sich gegen Bollwerke und Lindwürmer positionierten, die „die Elbinsel optisch vom Hafen abschotten – als zusätzliche symbolische Grenze, während doch gerade der Bezug der Elbinsel zu HafenCity und Innenstadt hergestellt werden soll“.
Zu der „ruppigen, echten Wahrheit“, mit der es die Macher auf den Elbinseln zu tun haben, gehören auch die Menschen. Die bisherige „Finanzierung von Arbeitslosigkeit“ sowie der Mangel an demokratischer Erfahrung bei „Menschen mit Migrationshintergrund“ erschwerten den Weg der Elbinsel in das „Herz der Metropople“. Die Veränderung müsse hier in „Entwicklungsschritten“ organisiert werden, „dabei ist immer Maßarbeit gefragt“.
Auch optisch wussten die Entwürfe, die WIM stellvertretend für die Macher auf der Elbinsel präsentierte, zu überzeugen. Denn wenn im Jahr 2013 die realisierten Bauwerke der Öffentlichkeit präsentiert werden, wird sich ein Strom aus Siedlern auf den Weg über die Elbe wagen – das wurde den Teilnehmer_innen jedenfalls zur Gewissheit! – , in ein Gebiet, dass noch gestern „kaum mehr als ein weißer Fleck“ war.
Auch in dieser Veranstaltung zeigte sich ein weiteres Mal, dass die Strategie, die Menschen einzubinden, in höchstem Maße erfolgversprechend ist: In der Form dieses Bürgerforums bewährte sich nun zum 170. Male der Grundsatz: „Man muss Menschen lieben, nicht nur Beton“. Wir gehen davon aus, dass dieser Weg konsequent weiter gegangen wird und hoffen, dass Sie auch das nächste Mal dabei sein werden, wenn unser Biber WIM wieder tiefere Wahrheiten präsentiert unter dem Motto: Stilblüten aus Hochglanzbroschüren.
Denn – und dessen müssen wir uns immer wieder vergewissern:
Die Alternative wäre: Alles bleibt wie es ist. Und das kann keiner wollen (U. Hellweg).
(Und falls es dieser Klarstellung noch bedarf: IBA-Bieber WIM, sowie IBA-Man und IBA-Girl sind nicht Erfindungen des AKU, sondern von der IBA ins Leben gerufen worden. Auch die verwendeten Zitate sind nicht unsere, sondern entstammen den Werbebroschüren von IBA und igs bzw. den lokalen Zeitungen (die allerdings – das sei zu ihrer Ehrenrettung gesagt – nicht alle immer nur unredigiert die IBA/igs-Jubel-Pressemeldungen abgedruckt haben).
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