Ahlhaus beim Entchen-Füttern: Der Knuddelbär und seine "grünen" Prostitiker

In Hamburg wird gerade eine Sommerloch-Schmierenkomödie der niederen Art aufgeführt. In den Hauptrollen: Ein junger Hardliner mit beeindruckender Politkarriere, eine machtversessene "grüne" Fraktion und eine Presse, die sich ohne Not zur Propaganda-Marionette des Hamburger Senats macht.

Nach dem Rücktritt von Ole von Beust soll ausgerechnet der amtierende Innensenator, Christoph Ahlhaus, ein bis vor kurzem noch bekennender Hardliner, neuer Bürgermeister der Hansestadt werden. Diese Personalie stellt für die "Grünen", eine Partei, die in der schwarz-"grünen" Regierung Morgenluft gewittert hat und die ihre Machtposition um jeden Preis erhalten will, eine schwere Belastung dar.

So betreiben Mopo und andere Blätter seit einigen Wochen eine peinliche Imagekampagne, um Herrn Ahlhaus hoffähig zu machen:

Charme-Offensive des Fast-Bürgermeisters (Mopo vom 02.08.2010)

Die künftige First Lady ist das dekorative Glamour-Girl an seiner Seite:

Sie ist jung, hübsch, aber nicht zu sexy: Simone Ahlhaus (34) soll ihrem Gatten und Fast-Bürgermeister Christoph Ahlhaus mehr Glamour verleihen.

Hardliner, kein Charisma, sieht viel älter aus, als er ist – das Image des designierten Bürgermeisters Christoph Ahlhaus (40) ist verbesserungswürdig. Glamour muss her und Lockerheit. Und da kommt die designierte First Lady ins Spiel: Simone Ahlhaus, 34 Jahre jung, hübsch, blitzende blaue Augen, Modelfigur, aber nicht zu sexy.

Zu sexy wäre offenbar nicht gut. Gerade noch so, dass sie natürlich sexy wirkt. Niemand soll Angst vor ihr haben. Das wäre nicht gut für das neue Image unseres soften Polit-Knuddels.

 

"Früher war ich wohl ein Spießer" (Mopo vom 06.08.2010)

Es ist 8.30 Uhr, Christoph Ahlhaus sitzt in seiner Lieblingsspelunke im Schanzenviertel und bestellt ein Bierschinkenbrötchen. Neben ihm löffelt seine Frau Simone den Schaum vom Milchkaffee, an der Wand wirbt ein vergilbtes Plakat für den „Spareribs-Tag“. Im Radio läuft 80er-Jahre-Synthie-Pop, und der designierte Bürgermeister fühlt sich pudelwohl.

Ein sensibler nachdenklicher Mensch offenbart sich: "früher war ich wohl Spießer" - Er hat keine Berührungsängste mit der Schanze. Mit der roten Flora quasi auf Du und Du - fehlt nur noch die Lederkluft. Seine "Lieblingsspelunke" ist ausgerechnet sogar in der Schanze. Und ich dachte bislang immer, er kennt die Schanze nur von Polizeieinsätzen...
Einen kleinen Tick verrucht, aber nicht zu sehr. So ein kumpeliger Knuddelbär kann doch unmöglich ein Hardliner sein. Die Menschen müssen sich getäuscht haben!

 

Ahlhaus bricht das Eis im Kreuzverhör (Mopo vom 18.08.2010)

Allen Versuchen seiner Biographie-Klitterung zum Trotz hat seine Aktivität am äußeren rechten Rand der Gesellschaft ihre Spuren hinterlassen. Auch wenn der Eimsbüttel GALier Rene Gögge nach dem gestrigen Kuscheltreffen mit den Hamburger "Grünen" findet, Ahlhaus hätte "klar gestellt, dass die Geschichte mit der Verbindung nur ein geselliger Abend in Heidelberg war.“, so entspricht dies nicht ganz der vollständigen Wahrheit:

Ahlhaus war keineswegs nur am Rande in der Turnerschaft Ghibellinia involviert. Er war seit Beendigung seines Studiums 1999 Mitglied der schlagenden »Turnerschaft Ghibellinia« im Coburger Convent (CC).

[...]

Bereits im Jahr 2001 setzte Ahlhaus sich innerhalb der Heidelberger Korporationen für eine Wiederbelebung des Heidelberger »Maiansingens« ein. Bei dieser Veranstaltung wurde regelmäßig bei Fackelschein die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen.

[...]

Noch im vergangenen Jahr verkündete Ahlhaus bei einem Treffen von Rüstungslobbyisten und Militärs am 15. Mai 2009 in Heidelberg, er sei stolz auf seinen Ruf als »harter Hund« und forderte die Legalisierung des Bundeswehreinsatzes im Inneren.

Quelle: "Turner Ahlhaus"

 


Quelle: Feuerlöscher TV / YouTube

Das Gipfeltreffen: GAL triff Ahlhaus

Gestern erfolgte dann das mit Spannung erwartete Treffen mit den "Grünen" in der freien Akademie der Künste im Klosterwall 23. "Die Veranstaltung war mitgliederoffen." Risiken wurden im Vorfeld minimiert. Parteisoldaten ja, Kritiker lieber nicht.

Da die Alternative im Platzen der Koalition bestehen würde, musste die Veranstaltung für beide Seiten von vorn herein ein Erfolg werden:

In der Fragerunde bricht der 40-Jährige das Eis. Mit klaren Bekenntnissen zu grünen Herzenssachen. Ja, die Stadtbahn kommt. Basta. Ja, der soziale Wohnungsbau wird angepackt. Und ja - als Bürgermeister will er 2011 beim Christopher Street Day mitmarschieren. Ahlhaus kommt in Fahrt, die GALier klatschen artig.

(Mopo)

Die Demonstranten mussten mit Ihren Ahlhaus-Masken und Schildern mit „Ein Bursch bleibt ein Bursch“ draußen vor der Tür bleiben.
Auf Flyern hatten Sie "grüne" Politiker als Prostituierte karikiert: "Wir schlucken alles, nicht nur Kröten".

Wir dürfen gespannt sein, wie sich dieses Schmierentheater in nächster Zeit im Hamburger Senat fortsetzen wird.

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