Bewegung auf dem Areal

Wer heute morgen über den Neuen Kamp gekommen ist, wird ihn gesehen haben: den neuen Wochenmarkt vor dem Ex-Real-Markt, ab jetzt jeden Freitag von 8 bis 15 Uhr. Es gibt Lebensmittel und einige Flohmarktstände.  Als kleiner Testlauf für eine Markthalle, die sich viele wünschen, ist das jedenfalls mal ein Anfang. Angeschoben wurde der Markt von Yeter Yilmaz, die dafür eine Menge Unterschriften im Karoviertel gesammelt hat. Betrieben wird er von der Firma Kreaktiva.

Ja, was kommt denn alles raus? Die Wunschmaschine in Aktion.

Bezirksamtsleiter Markus Schreiber hatte sich vorher angekündigt, und so nutzten wir die Gelegenheit, ihm eine Wunschmaschine zu präsentieren, die dann tatsächlich alle Wünsche aus ca. 550 Fragebögen ausspuckte. Schreiber war sichtlich erstaunt, auch wiederholt die “Music Hall” unter den Wünschen zu entdecken – er sagte, er habe gedacht, wir würden diesen Wunsch vorsorglich entfernen. Natürlich nicht. Wünsche werden schließlich nicht zensiert. Sämtliche eingegangenen Wünsche sind nun endlich auch online gestellt (war noch eine Menge Tipperei).

Zur offiziellen Eröffnung des Wochenmarkts hielt Schreiber eine kleine Ansprache, in der er in seiner bekannt schnoddrigen Art einige interessante Dinge sagte: Er sprach von “kommunikativen Missverständnissen” bei der Planung im letzten Jahr, und ihm sei es “scheißegal, ob da eine Musikhalle hinkommt, ja oder nein… Vielleicht muss sie nicht an dieser Stelle stehen”. Wir sind sicher, dass er keinen Aprilscherz machen wollte. Für alle, die nicht da sein konnten, haben wir seine Ansprache aufgenommen, hört selbst mal rein:

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Der Wochenmarkt ist aber nicht die einzige Idee für eine Zwischennutzungszeit, die der Bezirk inzwischen auf sieben Jahre veranschlagt. Zum einen gibt es gleich drei Ideen für einen öffentlichen Garten, der ähnlich funktionieren könnte wie der inzwischen bekannte Prinzessinnengarten in Berlin Kreuzberg.

Zum anderen gibt es eine Gruppe, die ein eigenes Konzept für eine temporäre Veranstaltungshalle ausarbeitet. In ihr könnten sowohl Konzerte mit bis zu 2500 Zuschauern stattfinden als auch andere Kulturveranstaltungen.

Um diese und weitere Ideen, wie die Anwohner_innen ihre Wünsche zu eigenen Entwürfen formen können, wird es am 13. April im “Projektor” gehen, den uns Holger Kraus vom Flexiblen Flimmern zur Verfügung stellt. Der Projektor befindet sich in der Sternstr. 4, gegenüber vom Centro Sociale in dem Haus mit den Tonnendächern (in dem auch die Buchhandlung Cohen & Dobernigg ist).

Inzwischen gibt es auch ein FAQ, also Fragen & Antworten, zur Rindermarkthalle, wo ihr Infos zur Geschichte der Halle und der bisherigen Planung findet. Wer auf unseren vorläufig noch handgestrickten Newsletter möchte, schicke bitte eine kurze Mail an wunschproduktion@rechtaufstadt.net.

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