MietenMove – Gemeinsam für eine andere Wohnraumpolitik

Samstag, 2. Juni 2018, 13 Uhr, Spielbudenplatz auf St. Pauli

Der Mietenwahnsinn nimmt in Hamburg immer schlimmere Ausmaße an. Große Immobilienkonzerne kaufen ganze Wohnhausblöcke und verlangen Quadratmeterpreise in astronomischen Höhen. Andere Immobilienunternehmen und Privatvermieter*innen ziehen nach – die Mietspirale dreht sich immer weiter.

Die Folgen: Normalverdiener*innen und erst recht Geringverdiener*innen können sich eine Wohnung in der Stadt kaum noch leisten. Die Wohnungssuche ist für viele längst zum nicht enden wollenden Alptraum geworden. Geflüchtete und Wohnungslose leben über viele Jahre ohne jegliche Rückzugsmöglichkeiten in eigentlich nur zur temporären Unterbringung gedachten Camps und Wohnunterkünften.

Lange Zeit versuchte der SPD-Senat die Gemüter in der Stadt zu beschwichtigen. Zwar änderte sich am Anstieg der Mieten nichts – auch nicht bei der stadteigenen Wohnungsgesellschaft SAGA. Allerdings wirkte die Wohnungsbauoffensive des Senats als ein Trostpflaster und Hoffnungsschimmer.

Gleichzeitig wird das gerne angeführte Argument des so genannten Trickle-Down-Effekts, also der Entlastung des Wohnungsmarktes durch Neubau von Wohnungen, dazu genutzt, alternative Wohnformen und linke Wohn- und Veranstaltungsorte wie z. B. die Villa Dunkelbunt oder den Wagenplatz Zomia aus der Stadt zu verdrängen. Dasa der Trickle-Down-Effekt ein Scheinargument ist und die Mieten eben nicht einfach durch Neubau von Wohnungen sinken, ist wissenschaftlich nachgewiesen.

Mittlerweile ist es nicht mehr zu übersehen: Die Wohnungspolitik des Senats ist gescheitert! Es ist unsere Stadt! Und es muss etwas passieren! Wir lassen nicht zu, dass die rot-grüne Regierung und Immobilienunternehmen Hamburg zur exquisiten Zone für Besserverdienende machen! Wir wollen Druck machen für eine andere Politik!

+ Wir wollen ein Zeichen setzen für eine Wohnungspolitik, die endlich aufhört, sich an den Gewinninteressen der Immobilienwirtschaft zu orientieren.

+ Wir wollen eine Wohnungspolitik, die die Möglichkeiten, auf Kosten der Bewohner*innen dieser Stadt mit Immobilien Geschäfte zu machen, drastisch einschränkt. + Wir wollen wirklichen sozialen Wohnungsbau.

+ Wir wollen, dass kleinteiliges Gewerbe für den Bedarf von Anwohner*innen gefördert und geschützt wird.

+ Wir wollen, dass die Stadt aufhört, auf den Zuzug von Besserverdienenden und die Steigerung der Attraktivität für Tourist*innen zu schielen.

Wir wollen etwas bewegen! Wir wollen uns mit vielen und vielfältigen Ausdrucksformen durch die Stadt ziehen. Kommt zum großen MietenMOVE am 02. Juni 2018.


Initiativen und Organisationen, die diesen Aufruf mit unterzeichnen wollen, schreiben dies bitte an info@rechtaufstadt.net.

2017 beta | Kontakt Sprecher*innen-Rat: info(at)rechtaufstadt.net | Bild: Rasande Tyskar CC BY-NC-SA 2.0